Schweiz kompakt
Schweinegrippe breitet sich in der Schweiz weiter aus
Kategorie: NEWSDie Schweinegrippe breitet sich immer weiter aus. Auch in der Schweiz mehren sich die Verdachtsfälle. Experten gehen davon aus, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es in der Schweiz zu ersten Todesfällen kommt.
Die Schweinegrippe ist defintiv in der Schweiz angekommen. Seit gut drei Wochen steigt die Zahl der Verdachtsfälle stetig an. Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit erklärte gegenüber den Medien, man befinde sich nun in der exponentiellen Wachstumsphase der Epidemie. In der Schweiz liegt die Zahl der bestätigten Fälle bei gut 2500. Betroffen sind mittlerweile alle Regionen der Schweiz. Die Schweinegrippe ist im Gegensatz zur normalen saisonale Grippe sehr früh dran. Der Höhepunkt der Grippewelle wird normalerweise erst Ende Januar erreicht. Yves Thomas vom Nationalen Referenzzentrum in Genf erklärte gegenüber dem Tagesanzeiger, man rechne damit, dass die Schweinegrippe in gut drei bis vier Wochen den Höhepunkt erreichen wird.
Erfahrungen aus anderen Ländern
Endlich liegen erste Statistiken aus Ländern vor, indenen die Schweinegrippe bereits früher ausgebrochen ist. So schreibt der Tagesanzeiger, dass in Amerika auf 100'000 Einwohner etwa 3 Personen ins Spital mussten. In anderen Ländern sind es teilweise deutlich mehr. So kommen in Chile auf 100'000 Einwohner 8 Personen die ins Spital mussten, in Argentinien waren es 16, in Neuseeland 22. Bisherige Auswertungen bestätigen den Anfangsverdacht, dass erstaunlich viele Kinder an der Schweinegrippe erkranken. So erkrankten beispielsweise in Argentinien auf 100'000 Einwohner 39 Kinder unter fünf Jahren am H1N1-Virus, schreibt der "Tagesanzeiger.ch". Zu Todesfällen kam es bisher nur selten. In Deutschland sind bis jetzt 12 Todesfälle bekannt. In Italien sind es bisher 38. Bis jetzt geht man davon aus, dass sich jüngere Personen zwar häufiger mit dem H1N1-Virus infizieren, dieser allerdings vorallem für ältere Menschen gefährlich werden kann.
